“WELTjournal: EU – Reizthema Migration” 26.2.2014

Mittwoch, 26. Februar 2014
22:30

“WELTjournal: EU – Reizthema Migration” am Mittwoch, 26.2.2014, um 22:30 Uhr in ORF2

Das „Weltjournal“ – präsentiert von Cornelia Vospernik – berichtet am Mittwoch, dem 26. Februar 2014, um 22.30 Uhr in ORF 2 in der Reportage „EU – Reizthema Migration“ von den Brennpunkten der Migrationsbewegung, bringt einen Ausblick auf die Vorteile und Gefahren der neuen Völkerwanderung und fragt nach den Lehren aus der Vergangenheit. Um 23:05 Uhr folgt die „WELTjournal +“-Dokumentation „Festung Europa – Einsatz gegen Flüchtlinge“.

Weltjournal: „EU – Reizthema Migration“

Mit ihrem jüngsten Volksentscheid haben sich die Schweizer mehrheitlich für Zuwandererkontingente und gegen Personenfreizügigkeit für EU-Bürgerinnen und -Bürger entschieden. Damit wird die immer wieder aufflammende Migrationsdebatte wenige Monate vor der EU-Wahl noch brisanter. Gleichzeitig wird erwartet, dass etliche reiche Ukrainer die Ungewissheit in ihrem Land hinter sich lassen und nun nach Österreich ausweichen.

Auch andere EU-Regierungen öffnen wohlhabenden Ausländern die Hintertür. Schengen-Visum gegen Geld – mit diesem Angebot buhlen zahlreiche Regierungen um Kapitalgeber aus der ganzen Welt. So kauften sich etwa reiche Russen in das EU-Land Lettland ein. Eine Investition von 140.000 Euro reicht, um in Riga ein Fünf-Jahres-Visum für den gesamten Schengen-Raum zu bekommen. Zypern und Malta verkaufen gar die EU-Staatsbürgerschaft. Für weniger situierte Osteuropäer ist die Situation wesentlich trister.

Ohne Budget, aber oft mit guter Qualifikation suchen sie ein besseres Leben in Mitteleuropa, vornehmlich in Deutschland. Aus Bulgarien und Rumänien kommen zumeist Facharbeiter und hochqualifizierte Akademiker, darunter viele Ärzte. Sie fliehen aus einem maroden Gesundheitssystem, das nun vollends zugrunde gehen könnte.

WELTjournal +: „Festung Europa – Einsatz gegen Flüchtlinge“

Die Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen, kurz Frontex genannt, unterstützt die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union bei der Überwachung, Kontrolle und Sicherung ihrer Außengrenzen. Dazu zählen auch Einsätze gegen Flüchtlinge, die nach Europa wollen, und die Rückführung von Personen aus Drittstaaten.

Das Frontex-Einsatzgebiet reicht vom Seegebiet vor der senegalesischen Küste bis zur Ukraine. Die Agentur soll helfen, die Außengrenzen der EU so undurchlässig wie möglich zu machen, zum Beispiel im Evrostal an der griechisch-türkischen Grenze. Hier patrouillieren Beamte aus Österreich, Deutschland, den Niederlanden oder Rumänien im Rahmen der Frontex-Operation „Poseidon“.

Sie unterstützen ihre griechischen Kollegen beim Aufspüren und der Festnahme von illegalen Flüchtlingen. Die Flüchtlinge werden in grenznahen Aufnahmecamps erkennungsdienstlich behandelt und manchmal monatelang dort festgehalten. Im „WELTjournal +“ beobachtet Filmemacher Michael Richter Polizisten bei Frontex-Einsätzen in Griechenland und im Mittelmeer und besucht die Einsatzzentralen in Warschau und Madrid.

Beide Sendungen sind nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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