Versuchter Bankraub in Allhaming vom 10.6.2014 geklärt

11.6.2014 Oberösterreich. Einen weiteren großen Erfolg haben die Ermittler des Landeskriminalamtes OÖ, Raub EB 02, zu verzeichnen. Der versuchte Überfall auf eine Bankfiliale in Allhaming am 10. Juni 2014 konnte geklärt werden – fünf Tatverdächtige sind in Haft.

Die Ermittlungen ergaben, dass insgesamt fünf bosnische Staatsbürger im Alter zwischen 22 und 33 Jahren in vorher abgesprochener Rollenverteilung am Überfall beteiligt waren.

Einer der Täter, ein 22-Jähriger, der das Fluchtfahrzeug lenkte, hielt sich seit fünf Monaten in Österreich auf. Die anderen vier Täter reisten für den Überfall einen Tag zuvor aus Bosnien an.

Im Zuge der Alarmfahndung konnten Polizisten der PI Steinerkirchen bei der Autobahnabfahrt Sattledt den Lenker eines blauen PKW mit bosnischen Kennzeichen anhalten. Der Lenker entzog sich der Anhaltung und fuhr mit Vollgas davon.

Nach einer rasanten Verfolgungsjagd fanden die Polizisten das Auto in der Nähe eines Waldstücks. Im PKW befanden sich Reisepässe von drei bosnischen Staatsbürgern. Eine intensive Fahndung nach den Tätern im dortigen Bereich wurde sofort veranlasst.

Gegen 14 Uhr konnte der mutmaßliche Lenker des blauen PKW von Polizisten der PI Sattledt entdeckt und am Ortsrand von Sattledt festgenommen werden. Der 22-jährige Verdächtige bestritt allerdings einen Zusammenhang mit dem versuchten Raubüberfall. Bei ihm konnten die Ermittler einen weiteren Reisepass finden, der auf einen 30-jährigen bosnischen Staatsbürger ausgestellt war.

Bei dem Mann handelte es sich um den Verfügungsberechtigten für den blauen PKW. Auch der zweite Tatverdächtige konnte folglich ausgeforscht und einvernommen werden. Bei den Einvernahmen fanden die Ermittler heraus, dass sich die anderen mutmaßlichen Komplizen in Sattledt nahe des Friedhofes versteckt hielten und auf die Rückkehr des 30-Jährigen warteten.

In einer gemeinsamen Aktion mit dem EKO Cobra Linz/DSE, konnten drei weitere Verdächtige am Pendlerparkplatz im Ortsgebiet Sattledt, um 00:20 Uhr, festgenommen werden. Die Verdächtigen im Alter von 23, 31 und 33 Jahren sind teilweise geständig, den Überfall einige Tage zuvor geplant zu haben. Der Verdächtige gab an, dass er die vier Komplizen unmittelbar vor dem Geldinstitut ausstiegen ließ.

Der Überfall scheiterte, weil die Bankstelle noch nicht geöffnet war. Der Bankangestellte, der für die mutmaßlichen Täter im Inneren der Bank sichtbar war, wurde von den Verdächtigen durch die verschlossene Glastür mit einer Waffe bedroht. Der 51-Jährige öffnete die Türe nicht und ging in Deckung.

Da der Überfall offensichtlich gescheitert war, liefen die vier mutmaßlichen Täter nicht in die zuvor vereinbarte Richtung und es kam schließlich zu keinem Treffen mit dem Lenker des Fluchtfahrzeuges. Die vier Verdächtigen rannten in Richtung des etwa 800 Meter entfernt gelegenen Allhaminger Forstes.

Bei der Waffe soll es sich um eine Gaspistole handeln, die momentan noch nicht aufgefunden wurde. Eine gerichtlich bewilligte Festnahmeanordnung wurde von der Staatsanwaltschaft Linz erteilt. Nach Abschluss der Vernehmungen werden die Tatverdächtigen in die JA Linz eingeliefert.

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