Verkehrsunfallstatistik 2013

21.2.2014 Kempten im Allgäu. Eine tendenziell erfreuliche Bilanz kann das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West für das Unfallgeschehen im vergangenen Jahr ziehen.

Insbesondere konnte bei zwei der wichtigsten Kenngrößen, der Zahl der Verkehrstoten sowie der Verletzten, eine Fortsetzung des bisherigen positiven Trends verzeichnet werden.

Die Zahl der Verkehrstoten sank 2013 von 48 auf 45 Unfallopfer und war somit um 6,25% rückläufig. Dieser Wert setzt den langfristigen positiven Trend fort und liegt signifikant unter dem Durchschnitt der letzen 10 Jahre mit 68 Toten. Im Berichtszeitraum konnte der niedrigste Wert bei der Gesamtzahl der Verkehrstoten seit Beginn der statistischen Aufzeichnung 1953 erreicht werden.

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle stieg um 1,23% auf 25.839 Unfälle. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Unfallstatistik und stellt eine Fortsetzung des langjährigen Trends dar.

Die Zahl an verletzten Verkehrsteilnehmer sank um -1,67% auf 5.491 Personen.
Der langfristige Trend des leichten Rückgangs dieser Zahl, die bis 2003 kontinuierlich noch deutlich über 6.000 Verletzte lag, wurde, insbesondere bei der Anzahl der Schwerverletzten (1.033 Personen = -6,85%) bestätigt.

Unerfreulich ist, der erneute Anstieg bei dem unerlaubten Entfernen vom Unfallort mit zwischenzeitlich +20,7% seit 2007. Damit ist die Anzahl der Unfallfluchten zum sechsten Mal in Folge angestiegen. Gleichzeitig ist zwischenzeitlich mehr als jeder 6. Unfall ein unerlaubtes
Entfernen vom Unfallort.

Polizeipräsident Hans-Jürgen Memel:
“Auch in diesem Jahr haben etliche schwere Verkehrsunfälle viel Leid über die Beteiligten, Ihre Angehörigen bzw. Hinterbliebenen gebracht. Die Folgen, welche Verkehrsunfälle nach sich ziehen, sind ein wesentlicher Ansporn für die Polizei durch präventive und repressive Maßnahmen die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen. Betrachtet man bei der Verkehrsstatistik ausschließlich die Entwicklung im Bereich der Verkehrstoten sowie Verletzten, muss man mit dem Unfallgeschehen im vergangenen Jahr dennoch äußerst zufrieden sein. Positiv stimmt vor allem, dass sich diese Entwicklung in beiden Bereichen als langfristiger Trend manifestiert hat. Der Blick auf weitere Kennzahlen gibt in einzelnen Bereichen keinen Anlass zur Freude. Insbesondere die massive Zunahme der Fallzahlen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort sind ein Beleg für die wachsende Bereitschaft, Verkehrsvorschriften zu missachten sowie eines sozialschädlichen Mangels an Verantwortungsbewusstsein.“

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