Unterallgäuer Müllgebühren soll langfristig niedrig bleiben

23..2014 Landkreis Unterallgäu. 9,24 Millionen Euro umfasst der Haushaltsansatz in diesem Jahr für die Müllabfuhr, die Verbrennung von Restmüll und die Abfallverwertung. Das geht aus dem Entwurf hervor, den Anton Bauer, Leiter der Abfallwirtschaft des Landkreises, nun den Mitgliedern des Kreis-Umweltausschusses vorstellte.

Außerdem informierten Bauer und Landrat Hans-Joachim Weirather darüber, dass die Müllgebühren nach aktuellem Stand länger als angenommen auf dem derzeit niedrigen Niveau gehalten werden könnten.

Die Restmüllverbrennung und die Müllabfuhr gehören laut Bauer auch 2014 wieder zu den größten Ausgabeposten im Haushalt der Abfallwirtschaft. Gedeckt werden die Ausgaben vor allem über Gebühren. Die Abfallwirtschaft finanziert diese zum Teil aber auch über Einnahmen wie Entgelte für die Erfassung von Verpackungen und den Verkauf von Wertstoffen.

Da das Jahresergebnis 2013 aus unterschiedlichen Gründen besser ausfiel als gedacht, sei die Rücklage zum Ausgleich von Gebührenschwankungen nach wie vor hoch, so Bauer und Weirather. Die niedrigen Müllgebühren könnten somit nicht nur bis 2016, sondern weit darüber hinaus gehalten werden. Zuletzt waren die Gebühren vor einem Jahr deutlich gesenkt worden.

Würde man diese erneut verringern, um die hohen Rücklagen schneller abzuschmelzen, müsste man die Gebühren bereits 2018 wieder erhöhen und es würde zu einem relativ großen Gebührensprung kommen. Laut Bauer sind die aktuellen Unterallgäuer Müllgebühren im Vergleich mit anderen Landkreisen oder kreisfreien Städten sehr günstig. Lagen die Gebühren im Jahr 2006 noch bei rund 55 Euro pro Einwohner und Jahr, seien es nun nur noch 43 Euro.

Neben dem Haushaltsplanentwurf der Abfallwirtschaft erhielten die Ausschussmitglieder in der Sitzung einen Überblick über das Zahlenwerk in den Bereichen Klimaschutz sowie Naturschutz und Landschaftspflege. Sie sprachen sich einstimmig für die vorgelegten Pläne aus.

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