“Universum – Wunderwelt Garten: Paradies für Mensch und Tier” 17.6.2014

Dienstag, 17. Juni 2014
20:15

TV-Tipp: “Universum – Wunderwelt Garten: Paradies für Mensch und Tier” am Dienstag, 17.6.2014, um 20:15 Uhr in ORF2

Ob Blumengarten, Gemüsegarten oder Obstgarten, das kleine Paradies vor der eigenen Haustür ist etwas ganz Besonderes: ein Fleckchen Erde, das von Natur und Gärtnerhand gleichermaßen bestimmt wird. Und wenn der Mensch eine grüne Oase schafft, in der bunte Blüten um die Wette duften und Blätter sanft im Wind schaukeln, dann muss es gar nicht „unberührte Natur“ sein, um auch Wildtieren ein Zuhause zu bieten.

Jan Hafts zweiteilige „Universum“-Dokumentation „Wunderwelt Garten“ zeigt am Dienstag, dem 10. und 17. Juni 2014, jeweils um 20.15 Uhr in ORF 2, welche heimlichen Mitbenützer in unseren Gärten auftauchen und wie sie die Paradiese von Menschenhand mitgestalten.

Kaum ist im Frühling der Schnee weggeschmolzen, beginnt sich der Garten mit den ersten Blüten zu schmücken. Zaubernuss, Schneeglöckchen und Krokus machen den Anfang, bald werden auch die ersten Insekten aktiv. Mit dem Nektar und Pollen, den Bienen in den Blüten sammeln, ernähren sie ihren Nachwuchs. Die Schneckenhaus-Mauerbiene hat ein besonders raffiniertes Brut-Verhalten: Sie legt ihre Eier in leere Schneckenhäuser, die sie dann versiegelt und unter Halmen versteckt. Die Larven des Hummelschwebers wiederum leben als Parasiten in der Bruthöhle von Erdbienen. Um das Ei dort unterzubringen, wartet das Schweber-Weibchen in der Luft „stehend“ auf einen günstigen Moment. Dann lässt sie das Ei von oben punktgenau in das gemachte Nest fallen.

Auch Vögel sind im Frühling ganz auf Nachwuchs eingestellt. Wo Nistkästen angeboten sind, entbrennen um die besten Plätze oft heftige Revierkämpfe. Kohlmeisen besiedeln mitunter sogar einen Briefkasten und wenn man sie gewähren lässt, revanchieren sie sich, indem sie Tausende Raupen und Pflanzenschädlinge sammeln und an ihre Brut verfüttern. Das Mauswiesel ist das kleinste Raubtier der Welt. Man bekommt diesen flinken Minimarder kaum je zu Gesicht, obwohl er in Europa stark verbreitet ist. Das Mauswiesel jagt Mäuse und andere Kleintiere, sein Revier umfasst meist mehrere Gärten.

Seit gut fünf Jahrtausenden legen Menschen Gärten an. Zunächst hauptsächlich als Nutzgarten für Obst, Gemüse und Kräuter, bald darauf auch als Ziergärten. Heute gibt es viele Blumen und Stauden in prächtig bunten und duftenden Zuchtformen. Um diese Schönheiten im Garten zu erhalten, muss der Gärtner unterstützend eingreifen, denn den bewährten Überlebens- und Verbreitungsstrategien von Wildpflanzen wie Löwenzahn, Gänseblümchen oder Brennnessel haben die Zuchtformen kaum etwas entgegenzusetzen. Vom Blau der Traubenhyazinthen über das Rosa und Rot der Pfingstrosen bis zum satten Gelb der Sonnenblumen zeigt der Garten im Lauf des Jahres viele Gesichter. Und je mehr wächst, blüht, reift und geerntet wird, desto mehr landet auch auf dem Kompost.

An dem Ort, wo die Gartenabfälle gesammelt werden, herrscht besondere Betriebsamkeit: Würmer, Asseln, Schnecken und vor allem unzählige Mikroorganismen sorgen dafür, dass aus dem Abfall wieder fruchtbarer Humus entsteht. Nicht nur die Larven des Rosenkäfers fühlen sich im warmen Komposthaufen-Klima wohl, es eignet sich sogar für das Gelege einer Ringelnatter. Und wenn man ganz genau schaut, kann man dramatische Jagdszenen beobachten: Springspinnen stürzen sich auf Fruchtfliegen, und Hornissen machen Jagd auf Fliegen und sogar Wespen, die sich an den Fallobst-Abfällen gütlich tun.

Naturfilmer Jan Haft hat sich für seinen neuen Zweiteiler „Wunderwelt Garten“ mit der Kamera auf die Lauer gelegt und das Gartenjahr in berauschenden Bildern festgehalten. Mit Zeitlupen- sowie Zeitraffer-Aufnahmen zeigt er die „Wunderwelt Garten“ und ihre Bewohner aus einzigartiger Perspektive.

„Wunderwelt Garten“ ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

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