Tag des offenen Denkmals 2022 in Memmingen

6.9.2022 Memmingen. Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 11. September: Begehbarer Abschnitt der Stadtmauer „An der Kohlschanze“ von 10-16 Uhr geöffnet.

Zum „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 11. September 2022, ist der begehbare Abschnitt der Memminger Stadtmauer „An der Kohlschanze“ zu besichtigen.

Das Teilstück der historischen Stadtmauer mit dem ältesten bekannten überdachten Wehrgang in Deutschland ist nach einer umfassenden Sanierung seit dem Frühjahr 2022 im Rahmen von Stadtführungen zu besuchen.

Am „Tag des offenen Denkmals“ steht die Eingangstür zum Stadtmaueraufgang in der Kalchstraße (neben Schuhhaus Cornelius) für alle Interessierten von 10 bis 16 Uhr offen und der Wehrgang aus dem Jahr 1373 kann kostenlos besichtigt werden. Wegen der beengten Verhältnisse im Maueraufgang und auf der Stadtmauer kann es zu kurzen Wartezeiten kommen.

Beeindruckende Perspektive: Der Abschnitt der Stadtmauer „An der Kohlschanze“ mit der ältesten bekannten Wehrgangüberdachung in Deutschland aus dem Jahr 1373. (Foto: Alexandra Wehr/ Pressestelle Stadt Memmingen)

Der Mauerabschnitt an der Kohlschanze ist einer der interessantesten Teile der rund zwei Kilometer langen Memminger Stadtmauer – begehbar von der Kalchstraße aus durch einen kleinen Treppenaufgang zwischen der äußeren und inneren Schale der mittelalterlichen Mauer. Oben angekommen, verläuft der Weg auf der Mauer zunächst zwischen der Brustwehr mit ihren Schießscharten auf der einen Seite und privaten Terrassen auf der anderen.

Schließlich öffnet sich der Blick auf das weite, stattliche Mauerwerk und den prächtigen überdachten Wehrgang. Auch die Aussicht von der Mauer auf die umliegende Stadt ist lohnend. Beim Besuch auf der Stadtmauer werden am Sonntag Stadtführerinnen als Ansprechpartnerinnen vor Ort sein.

An der Überdachung des Wehrgangs aus dem 14. Jahrhundert lässt sich die spätmittelalterliche Bauweise hervorragend nachvollziehen; zur Kennzeichnung der Balken wurden Zimmermannszeichen, etwa Einkerbungen ins Holz, angebracht. Im Zuge der Sanierung wurden die Tuffsteine auf ihren Erhaltungszustand überprüft und bröckelnde Ziegel ausgetauscht. Dabei wurden eigens hergestellte handgeformte Ziegel mit Rohstoffen aus mehreren Tongruben verwendet, um unterschiedliche Rottöne zu erhalten. Zuletzt wurde die Stadtmauer mit Biberschwanz-Dachziegeln abgedeckt.