Sozialtarifvertrag für die Beschäftigten von Opel in Bochum

17.6.2014 Bochum. Der Sozialtarifvertrag für die Beschäftigten von Opel Bochum steht: Mit der IG Metall wurden verbindliche und verlässliche Regelungen erzielt. Die Vertreter der Adam Opel AG und der IG Metall stellten das Ergebnis gestern den Mitarbeitern in einer Informationsveranstaltung in der Dortmunder Westfalenhalle vor.

Der Sozialtarifvertrag, der die Zukunft nach dem Auslaufen der Automobilproduktion zum Ende dieses Jahres regelt, entspricht in seinen Grundzügen den bereits bekannten Eckpunkten. Alle Details sind nunmehr geklärt und juristisch belastbar ausformuliert. Die Folgen der Werksschließung werden durch Abfindungen gemildert, der Wechsel in neue Arbeit wird mit Transfergesellschaften unterstützt. Neben besonderen Regelungen für ältere Beschäftigte ermöglicht es Opel, mindestens 200 Bochumer Mitarbeitern an andere Opel-Standorte zu wechseln.

Festgeschrieben im Vertrag ist die Absicherung des Warenverteilzentrums bis zum Jahr 2020. Die Zahl der Arbeitsplätze dort wird um 265 auf rund 700 erhöht. Das Unternehmen stellt zudem sicher, dass die Opel-Azubis ihre Ausbildung abschließen können.

Ulrich Schumacher, Personalvorstand der Adam Opel AG: „Nach intensiven Gesprächen haben wir in dieser schwierigen Situation eine verantwortungsvolle und sozialverträgliche Lösung gefunden. Die Gespräche waren konstruktiv und das Ergebnis schafft Klarheit für die Mitarbeiter, die jetzt ihre weitere Zukunft planen können. Mit zusätzlichen Angeboten wie der Berufsperspektive, bei der wir vielfältige Möglichkeiten schaffen, um mit potentiellen neuen Arbeitgebern in Kontakt zu kommen, haben wir bereits gute Voraussetzungen, die es zu nutzen gilt.“

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