Landkreis Unterallgäu errichtet betriebliche Kindertagesstätte

13.8.2013. Um sich als Arbeitgeber besonders attraktiv zu machen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, errichtet der Landkreis Unterallgäu auf dem Gelände der Mindelheimer Kreisklinik eine betriebliche Kindertagesstätte.

Der Unterallgäuer Kreisausschuss stimmte dem Vorhaben jetzt einstimmig zu. Die Tagesstätte, die in Kooperation mit den Grob Werken gebaut wird, soll Platz für 30 Kinder bieten und Ende 2014 bezugsfertig sein. Sie wird den Beschäftigten des Landratsamts, der Kreiskliniken und der Firma Grob offenstehen.

Landrat Hans-Joachim Weirather hat das Projekt angestoßen, um den Mitarbeitern eine arbeitsplatznahe Betreuungsmöglichkeit anzubieten und den Bedarf an Fachkräften zu sichern. Um Personal zu gewinnen und zu halten, bieten auch andere Kliniken eine Kinderbetreuung an, erläuterte Abteilungsleiterin Dr. Maria Bachmaier. Der Mangel an Pflegekräften habe die Situation verschärft. Nicht die Klinik als Arbeitgeber habe heute die Auswahl unter einer Vielzahl an Bewerbern, sondern die Pflegekräfte suchten sich unter mehreren potentiellen Arbeitgebern die für sie attraktivste Stelle aus.

Dem Vorhaben vorausgegangen war eine Befragung der Beschäftigten. Auf dieser Grundlage habe man einen Bedarf an 30 Plätzen ermittelt, so Bachmaier. Da in Mindelheim nahezu alle Krippenplätze belegt seien, könne man diesen nicht durch den Einkauf in eine bestehende Kindertagesstätte decken. Die Abteilungsleiterin empfahl, zunächst mit zwei Gruppen zu beginnen und sich die Einrichtung einer dritten Gruppe offenzuhalten.

Wo genau auf dem Gelände der Mindelheimer Kreisklinik die Tagesstätte gebaut wird, ist noch nicht geklärt. Anton Bartenschlager, Leiter des Hochbauamts am Landratsamt, stellte den Kreisräten drei Alternativen vor. Die Grundkosten für den Neubau betragen nach seinen Worten 1,15 Millionen Euro, je nach Standort kommen zwischen 40.000 und 126.000 Euro hinzu. Abzüglich eines zu erwartenden Zuschusses des Freistaats Bayern (bis zu 740.000 Euro) und einer Beteiligung der Firma Grob (250.000 Euro) falle für den Landkreis Unterallgäu damit voraussichtlich ein Betrag zwischen 206.000 und 292.000 Euro an.

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