Kassenärztliche Vereinigung richtet in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Lindau Corona-Sprechstunde ein

27.3.2020 Lindau (Bodensee). Die Kassenärztliche Vereinigung hat in Lindau eine Corona-Sprechstunde für Betroffene eingerichtet. Das Zelt steht auf einem Parkplatz an der Friedrichshafener Straße gegenüber der Asklepios Klinik Lindau.

Nur wer einen Termin sowie eine Überweisung seines Hausarztes oder aber über die 116117 einen Termin für die Sprechstunde erhalten hat, kann dort getestet werden.

Einen Termin erhalten diejenigen, die akute Symptome aufweisen und es damit konkrete Hinweise auf eine Infektion gibt. Wichtig: Bitte die Versichertenkarte mitbringen, da bei begründeten Verdachtsfällen der Test von der Krankenkasse bezahlt wird.

Landrat Elmar Stegmann, der die Einrichtung der Corona-Sprechstunde unterstützt hat, erläutert die Struktur: „Die Corona-Sprechstunde ist als Entlastung für die niedergelassenen Ärzte gedacht. Patienten, die nicht so schwer erkrankt sind, dass sie die Wohnung nicht verlassen können, können hier getestet werden.“

Die Patienten erhalten die Termine so, dass sie sich in der Corona-Sprechstunde nicht begegnen.

„Wer ohne Termin zur Corona-Sprechstunde kommt, muss leider weggeschickt werden“, erklärt Dr. Krischan Rauschenbach, der die Abstriche in der Sprechstunde vornimmt.

„Flächendeckend zu testen, ist nicht leistbar, da wir die Kapazitäten bei den Ärzten und Laboren für diejenigen brauchen, die tatsächlich erkrankt sind.“

Landrat Elmar Stegmann dankt allen, die beim Aufbau der Sprechstunde mitgewirkt haben: Den beteiligten Ärzten, dem Verwaltungspersonal des MVZ Lindau-Lindenberg, der Asklepios Klinik Lindau sowie dem THW Lindau.

„Es ist wichtig, dass wir Strukturen so stärken, sodass sich jeder auf die Arbeit konzentrieren kann, die in seinem Bereich wichtig ist – die niedergelassenen Ärzte ebenso wie die Krankenhäuser“, so Stegmann.

Die niedergelassenen Ärzte haben mit der Corona-Sprechstunde eine Alternative für leichtere Fälle und die Krankenhäuser können sich mit voller Kraft auf die Patienten konzentrieren, die so schwer erkrankt sind, dass sie im Krankenhaus stationär versorgt werden müssen.

Beide Krankenhäuser sind gemäß den Vorgaben des RKI gut vorbereitet und haben interne Vorgehensweisen für den Umgang mit potenziellen Coronavirus Verdachtsfällen, die aufgrund der Schwere ihrer Symptome eine stationäre Weiterbehandlung im Krankenhaus benötigen, erarbeitet. Entsprechende vordefinierte Bereiche zur Behandlung von Verdachtsfällen sind eingerichtet.

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