Flexibus fährt auch rund um Ottobeuren und Markt Rettenbach

24.1.2020 Landkreis Unterallgäu. Der Flexibus fährt bald auch in Ottobeuren, Böhen, Hawangen und Markt Rettenbach. Das neue Angebot startet am 1. April.

Das hat der Kreisausschuss des Unterallgäuer Kreistags jetzt beschlossen. Geplant ist, dass der Bus in Zukunft auch den Bahnhof in Sontheim ansteuert.

Der neue Knoten Ottobeuren-Markt Rettenbach ist der vierte im Landkreis. Den Flexibus gibt es bereits im Bereich Mindelheim, Kirchheim-Pfaffenhausen und Babenhausen-Boos. Ein weiterer Flexibus-Knoten soll im Raum Erkheim-Sontheim entstehen, erklärte Josef Brandner von der Flexibus KG aus Krumbach.

Wenn das Angebot in den beiden neuen Knoten angenommen wird, sollen die Bereiche Ottobeuren-Markt Rettenbach und Erkheim-Sontheim zusammengeschlossen werden. Dann könnte man mit dem Flexibus von Ottobeuren oder Markt Rettenbach zum Bahnhof in Sontheim fahren.

Um dem Fahrt-Bedarf zum Bahnhof schon jetzt besser gerecht zu werden, habe man im Dezember zwei zusätzliche Rufbuslinien von Ottobeuren nach Sontheim eingerichtet, so Brandner.

Der Flexibus verkehrt unabhängig von einem Fahrplan und befördert die Fahrgäste nahezu von Tür zu Tür – unter der Woche von 6 bis 19 Uhr, am Wochenende von 7 bis 18 Uhr. Die Fahrgäste können die gewünschte Fahrt individuell per Telefon oder mit der Flexibus-App buchen.

Einsteigen können sie dann an zahlreichen Haltestellen. Das Netz ist so dicht, dass die Fußwege zur nächsten Haltestelle in der Regel nicht mehr als 100 bis 150 Meter betragen. An wichtigen Einrichtungen wie an Apotheken, Altenheimen oder Supermärkten sind zusätzliche Haltepunkte vorgesehen.

Um den Öffentlichen Personennahverkehr zu stärken und das flexible Angebot zu fördern, übernehmen der Landkreis und die Gemeinden auch bei diesem Flexibus-Knoten einen großen Teil der Kosten. Über den Fahrkartenverkauf werden diese nur zu einem Teil gedeckt. Vorgesehen ist, dass das Defizit vom Landkreis und den Gemeinden abzüglich einer staatlichen Förderung jeweils zur Hälfte übernommen wird.

Für den Fahrgast ist der Flexibus durch die kommunale Förderung nicht viel teurer als eine Fahrt mit dem Linienbus. Der Tarif berechnet sich über so genannte Waben. Der Fahrpreis ist abhängig davon, wie viele Waben vom Start bis zum Ziel durchfahren werden.

Info: Viele weitere Informationen sind im Internet unter www.unterallgaeu.de/oepnv oder unter www.flexibus.net zu finden.

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