Die Alpen von oben – Allgäu 1.9.2013

Sonntag, 1. September 2013
16:00

Die Alpen von oben – Allgäu am Sonntag, 1.9.2013, um 16:00 Uhr im SWR Fernsehen
Von Mittenwald ins Allgäu
Vom Allgäu ins Montafon

Von Mittenwald fliegt der Hubschrauber die Zugspitze an. In dieser Region gibt es Menschen, die sich den Naturgewalten aussetzen und altem Brauchtum eine Zukunft geben.

Stephan Pfeffer ist der Lüftlmaler von Mittenwald. Das Handwerk hat er von seinem Vater erlernt, dessen Bilder bis heute die Häuser des Ortes zieren. Die Höllentalklamm unterhalb der Zugspitze ist Florian Dörflers Revier. Jedes Jahr im Frühjahr baut er Stege und Brücken durch die Klamm, um sie für Wanderer zugänglich zu machen. Auf dem Schachen verbringt Jenny Wainwright-Klein ihre Sommer. Die gebürtige Südafrikanerin pflegt die Außenstelle des Botanischen Gartens München-Nymphenburg.

Im Ostallgäu gehen Forscher den Rätseln des Alatsees auf den Grund – regelmäßig färbt sich sein Wasser rot, im Volksmund heißt er daher auch “Blutender See”. Nicht weit entfernt hat sich König Ludwig der Zweite mit Schloss Neuschwanstein den Ort fur seine Träume geschaffen. Kastellan Markus Richter hält es für die 1,3 Millionen Besucher in Stand, die jährlich durch die Gemäuer wandeln.

Weiter geht die Reise vom Allgäu über den Bodensee bis ins Hochgebirge. In Altstädten betreibt ein Ehepaar ein selten werdendes Handwerk: die Zeilhubers sind Orgelbauer. In Siebers hat der Künstler Max Schmelcher sein Atelier. Er nutzt für seine Kunstwerke ein Material, das es im Allgäu reichlich gibt: Moor.

In Lindau am Bodensee steht der südlichste Leuchtturm Deutschlands und ein Opernhaus der besonderen Art: In Lindau stehen Marionetten auf der Bühne. Von hier nimmt der Hubschrauber Kurs auf den Piz Buin, den höchsten Gipfel Vorarlbergs. In vielen Teilen Vorarlbergs wird noch Almwirtschaft betrieben. Selten geworden ist die Bewirtschaftung der Almen durch Familien wie die Linggs, die den ganzen Sommer in den Bergen verbringen, und deren Alpkäse als Delikatesse gehandelt wird.

Nahe dem Dorf Bartholomaberg haben Archäologen ihr Camp aufgeschlagen, die hier etwas über die frühe Besiedlung des Montafon herausfinden wollen. Im Sommer sind die Gipfel hier meist schneefrei. Dann trifft man die Bikebergsteigerin Birgit Noha. Bikebergsteiger erklimmen mit dem Fahrrad die Berge und fahren sie wieder hinunter – auch wenn es noch so steil ist. Im Gegensatz zum Downhill, wo die Radfahrer mit möglichst hoher Geschwindigkeit bergab fahren, zählt für sie die Technik, um entlang steiler Kante sicher im Tal anzukommen.

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