26.1.2014 – Lawine in St. Leonhard

26.1.2014 St. Leonhard/Tirol. Am 26.1.2014, um 10:05 Uhr, fuhren zwei 40jährige tschechische Staatsbürger mit ihren Snowboards im freien Gelände südlich des Muttenkopfes in Richtung Mandarfen ab.
Beide waren mit der kompletten Notfallausrüstung und mit ABS Rucksack ausgerüstet.

Aufgrund des starken Nebels fuhren sie laut eigenen Angaben in eine falsche Rinne ein. Der Vorausfahrende löste bereits beim ersten Schwung in der Rinne eine Lawine aus.

Die Lawine brach hinter ihnen ab wodurch beide Personen mitgerissen wurden. Während der Zweite auf der Lawine halten und in weiterer Folge aus der Lawine ausfahren konnte, wurde der Erste ca. 300 Meter mitgerissen, konnte jedoch seinen ABS Rucksack auslösen und dürfte so eine Verschüttung entgangen sein.

Die nicht verschüttete Person alarmierte mittels Euronotruf die Rettungskräfte und fing an mittels LVS die Lawine ab zu suchen. Er sah dann ca. 300 Meter unterhalb des Anrisses den auf dem Schnee Liegenden, dieser war nicht verschüttet und ansprechbar.

Die beiden Snowboarder wurden in weiterer Folge vom NAH Martin 2 mittels Tau geborgen und ins Tal gebracht. Der Verletzte wurde in das KH Zams geflogen.

Die unverletzte Person gab an, dass der Anriss der Lawine ca. 40 bis 45 cm hoch war und etwa eine Breite von 25 Metern hatte.
In der Nacht hatte es einen Neuschneezuwachs von 15 cm gegeben.

Am Einsatz waren die Bergrettung Innerpitztal, der Polizeihubschrauber Libelle, der NAH Martin 2 und die Alpinpolizei beteiligt.

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